Naturschutzgebiete im Landkreis Kelheim

Naturschutzgebiet Sippenauer MoorNatur in ihrer unberührten Form erleben und schützen

Naturschutzgebiete dienen dem Schutz von Natur und Landschaft. Sie beherbergen oftmals die letzten Lebensräume seltener, teilweise vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. 

Im Landkreis Kelheim gibt es insgesamt elf Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 14,49 Quadratkilometern, wodurch unsere Region bayernweit eine führende Rolle einnimmt. Dies spiegelt die außergewöhnlich reichhaltige Natur im Raum Kelheim wieder.

In den Naturschutzgebieten erwarten Sie die verschiedensten Eindrücke. Im „Niedermoor südlich Niederleierndorf“, im „Sippenauer Moor“ und in der „Goldau“ werden von Wasser geformte Landschaftsausschnitte geschützt. Man findet Niedermoore, Altwässer und romantische Auen. Völlig anders geartet sind die Binnendünen bei Offenstetten und Siegenburg. Eine außergewöhnliche nacheiszeitliche Dünenlandschaft weitab von jedem Meer bildet die bedeutendsten Sandlebensräume in Südbayern. Wer hier existieren will, muss mit extremen Verhältnissen zurechtkommen. Das schaffen nur wenige sehr seltene Spezialisten wie das Silbergras, der Frühlings-Sperk, die Sandstrohblume oder der Ameisenlöwe: dieses Insekt lauert im feinkörnigen Sand am Grund eines selbstgebauten Trichters auf Beute. 

Die Binnendünen bei Siegenburg sind ein Naturschutzgebiet im Hopfenland Hallertau.

Das Naturschutzgebiet Mattinger Hänge bei Bad Abbach.

Die Binnendnen bei Offenstetten (Abensberg) ist ein Naturschutzgebiet im Hopfenland Hallertau.

Naturschutzgebiet Binnendünen
bei Siegenburg

Naturschutzgebiet
Mattinger Hänge
bei Bad Abbach

Naturschutzgebiet Binnendünen
bei Offenstetten (Abensberg)



Viele der Naturschutzgebiete sind auf die Hänge des Altmühl- und Donautals konzentriert. Im Gebiet der Mattinger Hänge wurden an die 600 Schmetterlings- und über 300 Pilzarten festgestellt. Landschaft und Lebensräume werden geprägt durch die Kalkfelsen der Fränkischen Alb, die sich im Sommer bis auf 60° Celsius aufheizen können.

In den von einzelnen Felsbastionen unterbrochenen Hangwäldern verbergen sich neben vielen Pflanzen und Tieren einzigartige Gesteinsbildungen und Höhlen, wie etwa das Schulerloch, dessen Besiedelungsspuren in die mittlere Altsteinzeit vor 35.000 Jahren zurückreichen. Während der warmen Jahreszeit dürfen Besucher die Tropfsteinbildungen bewundern. Im Winter dient die Höhle bedrohten Fledermausarten als wichtiger Überwinterungsplatz.

Naturschutzgebiet "Schulerloch" in Essing im Altmühltal

Felsformation im Naturschutzgebiet "Schloss Prunn" (Riedenburg-Prunn) im Altmühltal

Naturschutzgebiet Klamm und Kastlhäng bei Riedenburg im Altmühltal

Naturschutzgebiet Schulerloch in Essing im Altmühltal

Felsformation im Naturschutzgebiet "Schloss Prunn" bei Riedenburg

Naturschutzgebiet
"Klamm und Kastlhäng"
bei Riedenburg im Altmühltal



Die Weltenburger Enge mit dem Donaudurchbruch kann sich zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten Deutschlands zählen, denn innerhalb Bayerns wurde es als Einziges mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.

Informationen zu den Naturschutzgebieten

Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
Donaupark 13, 93309 Kelheim
Tel. 09441 207-359, Fax 09441 207-339
info@voef.de, www.voef.de

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